Branchenreport

Erdgasaufkommen: In Europa die Hälfte aus heimischen Vorkommen

Die Erdgasförderung in Europa sank um etwa 4 Prozent auf rund 285 Mrd m³. Dem Rückgang in Großbritannien (– 11 Prozent gegenüber 2005 auf gut 80 Mrd m³) und in den Niederlanden (– 3 Prozent auf gut 60 Mrd m³) stand eine höhere Förderung in Norwegen gegenüber (+ 4 Prozent auf knapp 90 Mrd m³). Norwegen war damit erstmals größtes Förderland in Europa. In den übrigen Ländern in Europa (insb. Deutschland, Italien, Dänemark und Rumänien) erreichte die inländische Förderung wiederum die Größenordnung von gut 55 Mrd m³. Insgesamt stammten damit 53 Prozent (2005: 55 Prozent) des gesamten Erdgasaufkommens in Europa aus heimischen Vorkommen und 47 Prozent des Aufkommens aus Drittländern (2005: 45 Prozent):

  • Aus Russland wurden rund 140 Mrd m³ Erdgas nach Europa geliefert; dies entsprach dem Liefervolumen des Vorjahres. Russland deckte somit wie schon 2005 rund 26 Prozent des europäischen Erdgasbedarfs.
  • Europäische Länder bezogen aus Algerien rund 57 Mrd m³, davon wurden rund 40 Prozent in verflüssigter Form nach Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, Großbritannien und Griechenland geliefert. Pipeline-Lieferungen erfolgten auf die Iberische Halbinsel, nach Italien und Slowenien.
  • Aus weiteren Drittländern wurden rund 50 Mrd m³ in verflüssigter Form importiert (+ rund 30 Prozent gegenüber 2005).

Insgesamt waren die Bezüge aus Drittländern durch eine wachsende Bedeutung von LNG und eine Erweiterung des Kreises der Lieferländer gekennzeichnet. Auf LNG-Bezüge entfielen insgesamt rund 68 Mrd m³, entsprechend 13 Prozent des gesamten europäischen Erdgasaufkommens (2005: 12 Prozent).

Top

© E.ON Ruhrgas AG 2008