Die E.ON-Beteiligung am sibirischen Gasfeld Yushno Russkoje ist perfekt. Bei einem Treffen in Sankt Petersburg unterzeichneten Alexej Miller, Vorstandsvorsitzender der OAO Gazprom, und Bernhard Reutersberg, Vorstandsvorsitzender der E.ON Ruhrgas AG, die entsprechende Detailvereinbarung. Noch in diesem Jahr soll der Erwerb von knapp 25 Prozent an Yushno Russkoje durch E.ON vollzogen werden.
Im Gegenzug übernimmt Gazprom von E.ON Ruhrgas deren Beteiligung von 49 Prozent an der russischen Gesellschaft ZAO Gerosgaz, die knapp drei Prozent der Gazprom-Aktien hält. E.ON Ruhrgas ist über Gerosgaz wirtschaftlicher Eigentümer dieses Aktienpaketes, das künftig in das Eigentum der Gazprom übergeht. Das Unternehmen hält weiterhin 3,5 Prozent der Gazprom-Aktien.
„Wir freuen uns über den erfolgreichen Abschluss der Beteiligungsverhandlungen. Damit vertiefen wir unsere langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft mit Gazprom und leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas“, sagte Wulf Bernotat, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG.
Auch Alexej Miller, Vorstandsvorsitzender der OAO Gazprom sieht in der Beteiligung ein Erfolgsbeispiel deutsch-russischer Energiepartnerschaft: „Mit der Realisierung dieses Asset-Tausches haben Gazprom und E.ON erneut die erfolgreiche Entwicklung der langfristigen russisch-deutschen Zusammenarbeit im Energiesektor unter Beweis gestellt. Jetzt sind unsere Unternehmen auch Partner im Bereich der Gasförderung. Durch die einmalige Entwicklung von Yushno Russkoje können Gazprom und E.ON nicht nur ihre geschäftlichen Beziehungen stärken, die von gegenseitigem Vertrauen und Freundschaft geprägt sind.“
„Seit mehr als 35 Jahren kooperieren wir eng mit Russland, die Beteiligung an Yushno Russkoje stellt dies erneut unter Beweis. Zugleich kommen wir unserem Upstream-Ziel ein erhebliches Stück näher: E.ON Ruhrgas will langfristig mindestens 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus eigener Produktion beziehen“, betonte Bernhard Reutersberg.
Yushno Russkoje verfügt über Reserven von mehr als 600 Milliarden Kubikmetern Erdgas und zählt damit zu den größten Gasfeldern der Welt. Eigentümer der Förderlizenz und gleichzeitig Betreiber ist die russische OAO Severneftegazprom (SNGP), die künftig etwas über 50 Prozent Gazprom und zu jeweils knapp 25 Prozent E.ON Ruhrgas und Wintershall gehören wird.