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31. Oktober 2008

35 Jahre Erdgaslieferungen von Russland nach Deutschland

Gazprom und E.ON Ruhrgas bauen langfristige Zusammenarbeit aus
„Zuverlässigkeit, Engagement und Partnerschaft sind und bleiben die Erfolgsfaktoren unserer Zusammenarbeit mit Gazprom. Wir blicken zurück auf 35 Jahre Erdgaslieferungen aus Russland und damit einhergehend auf eine umfassende Kooperation und Freundschaft zwischen Gazprom und E.ON Ruhrgas,“ hob Dr. Bernhard Reutersberg, E.ON Ruhrgas-Vorstandsvorsitzender, gestern bei einer Veranstaltung anlässlich des 35jährigen Bezugs von Erdgas aus Russland in München hervor.

Alexej Miller, Vorstandsvorsitzender der OAO Gazprom, sieht beide Unternehmen als zuverlässige und berechenbare Partner: „35 Jahre der Zusammenarbeit mit E.ON Ruhrgas haben bewiesen, dass unsere gemeinsame Arbeit nicht nur Geschäfte und Gas heißt, sondern Vertrauen und Freundschaft bedeutet. Wir arbeiten heute entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Gasförderung bis zur Vermarktung zusammen. Außerdem steigen wir in ein neues gemeinsames Geschäftssegment - die Stromwirtschaft - ein.“

Mit der Beteiligung am Gasfeld Yushno Russkoje wird der langjährigen Zusammenarbeit zwischen E.ON und Gazprom ein weiteres bedeutendes Erfolgskapitel hinzugefügt. Damit ergänzen beide Unternehmen ihre langjährige Partnerschaft um eine neue Dimension: Gazprom und E.ON arbeiten jetzt auch gemeinsam in der Erdgasproduktion und leisten einen zentralen Beitrag für die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa. Yushno Russkoje ist ein wichtiger Meilenstein zur Realisierung des Upstream-Zieles von E.ON Ruhrgas, zukünftig mindestens 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr aus eigenen Produktionsbeteiligungen zu beziehen.

Seit den ersten Erdgaslieferungen zwischen beiden Unternehmen im Jahr 1973 hat E.ON Ruhrgas nicht nur 520 Mrd. Kubikmeter Erdgas im Wert von rund 55 Mrd. Euro aus Russland bezogen, sondern mit Gazprom vielfältige Projekte in Europa entwickelt. Dazu gehören die gemeinsamen Beteiligungen im Baltikum - und vor allem die Pipeline Nord Stream. Das gemeinsam mit europäischen Partnern initiierte Großprojekt soll die Versorgung der westeuropäischen Märkte nochmals deutlich verbessern. „Mit Nord Stream kann langfristig die Lieferung großer Erdgasmengen für die Europäische Union gesichert werden. Es markiert für Russland und die Europäische Union einen Meilenstein in der gemeinsamen Energiepartnerschaft. Nord Stream ist ein Projekt von europäischer Dimension, das gleichzeitig nach höchsten Umweltstandards realisiert wird“, betonte Reutersberg. Die Ostseepipeline schafft eine direkte Verbindung zwischen den russischen Gasfeldern und den westeuropäischen Absatzmärkten. Über die neue Leitung sollen ab 2011 rund 27 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr fließen.

„Wir entwickeln unsere Energiepartnerschaft kontinuierlich weiter. Hierzu zählt beispielsweise der gemeinsame Bau und Betrieb eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerkes in Lubmin“, so Reutersberg. E.ON und Gazprom planen hierfür ein Joint Venture, an dem beide Unternehmen eine Beteiligung in Höhe von 50 Prozent halten werden.

Russisches Erdgas ist ein zentraler Bestandteil im E.ON Ruhrgas-Bezugsportfolio und hat heute einen Anteil von rund 37 Prozent an der Erdgas-Versorgung Deutschlands. Als weltgrößter Erdgasproduzent mit mehr als 57 Billionen Kubikmetern Gasreserven und einem Pipelinenetz mit einer Länge von rund 150.000 Kilometern wird Russland für die künftige Versorgung der Europäischen Union eine Schlüsselrolle spielen.

Über das eigentliche Erdgasgeschäft hinaus engagieren sich E.ON Ruhrgas und Gazprom seit 15 Jahren auch in gemeinsamen technischen, kulturellen und sozialen Projekten. So sind eine technisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit, ein Jugendaustauschprogramm und eine Weiterbildungskooperation zwischen E.ON Ruhrgas und Gazprom fester Bestandteil ihrer Zusammenarbeit. Gestern unterzeichnete E.ON Ruhrgas und Gazprom ein Memorandum of Understanding zur Förderung der Energieeffizienz. Vorgesehen ist die Gründung einer gemeinsamen Projektentwicklungsgesellschaft. Beide Unternehmen haben ein vitales Interesse an der Stärkung und dem Ausbau der deutsch-russischen Energiepartnerschaft ohne einseitige Abhängigkeit.

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