Informationsveranstaltung zum Leitungsschaden

Informationsveranstaltung zum Leitungsschaden

Offener Dialog zwischen E.ON Ruhrgas/E.ON Gastransport und den Anwohnern

Rund 300 Einwohner von Gräveneck waren am 6. September der Einladung von E.ON Ruhrgas und E.ON Gastransport ins Dorfgemeindehaus gefolgt, um sich über die neuesten Erkenntnisse aus den Untersuchungen zu der Schadensursache sowie über die bereits getroffenen und noch anstehenden Maßnahmen zur Schadensbehebung zu informieren. Neben Technikvorstand Jürgen Lenz standen die beiden Betriebsbereichsleiter der Regionen Süd und Nord Heinz Watzka und Gerald Linke sowie der zuständige Projektleiter Achim Hilgenstock den besorgten Anwohnern Rede und Antwort.

Zunächst begrüßte Jürgen Lenz die Bewohner Grävenecks: „Uns ist bewusst, dass der Leitungsschaden eine enorme emotionale Belastung für Sie darstellt. Wir bedauern es sehr, dass Sie in große Angst versetzt wurden und auch Sachschäden an Ihren Häusern erlitten haben. Im Namen des E.ON Ruhrgas-Vorstandes, der Geschäftsführung der E.ON Gastransport und nicht zuletzt auch ganz persönlich möchte ich mich bei Ihnen und Ihren Familien in aller Form entschuldigen“. Er betonte, dass die jederzeitige Hilfe sowie eine rasche und unbürokratische Schadensregulierung weiterhin selbstverständlich seien. Gleichzeitig dankte er den vielen Einsatzkräften der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser-Hilfsdienstes, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, des Technischen Hilfswerks, der Polizei und den Notärzten, den Mitarbeitern der Seelsorge Limburg/Weilburg und nicht zuletzt Bürgermeister Sprenger für die tatkräftige und kooperative Zusammenarbeit. „Wir erleben hier eine Zusammenarbeit, die in dieser Form nicht selbstverständlich ist“, so Lenz.

„Ein Zusammenspiel dreier unglücklicher Faktoren sei höchstwahrscheinlich für das Unglück verantwortlich gewesen“, sagte Heinz Watzka: Ausgelöst worden sei der Bruch der Leitung durch einen Hangrutsch und die dadurch enorm hohe Erdlast auf der Leitung. Ein Chart verdeutlichte, wie stark sich die Leitung verschoben hatte. Zum einen war durch den starken Regen die Lahn über die Ufer getreten und hatte dabei auch den  Grundwasserspiegel angehoben. Das habe zu einer Aufweichung des Bodens und daraus resultierend zu einer Verschiebung der Leitung geführt. Zusätzlich sorgte ein offener Rohrgraben für die neue parallel verlaufende Leitung und schließlich eine zusätzliche Belastung durch Bodenaushub, der am Hang gelagert wurde, für dessen Instabilität. Verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel Bodenaustausch und eine Bohrpfahlwand, sollen in Zukunft den Hang an diesem speziellen Punkt sichern.

Achim Hilgenstock, der seit dem Unglück als Ansprechpartner für die Bürger Grävenecks im Infomobil vor Ort war und schon vielen Anwohnern Rede und Antwort stand, erläuterte die bereits getroffenen sowie die anstehenden Arbeiten zur Behebung des Schadens, bevor Gerald Linke detailliert das Sicherheitskonzept der E.ON Ruhrgas beim Leitungsbau vorstellte. „Solche Vorfälle dürfen nicht passieren. Wir setzen deshalb auf primäre Sicherheit“, betonte er.

Die vielen Fragen der Besucher im Anschluss an die Ausführungen der Experten bewiesen, dass sich die Bürger nach dem Leitungsbruch schon ausführlich mit den technischen Details beim Leitungsbau und vor allem den Sicherheitsmaßnahmen auseinandergesetzt hatten. Wer seine Fragen nicht im „großen Rahmen“ stellen wollte, hatte nach Abschluss der Veranstaltung Gelegenheit, in kleinen Gruppen oder unter „vier Augen“ mit den Vertretern von E.ON Ruhrgas und E.ON Gastransport zu diskutieren. Auch dieses Angebot wurde von vielen genutzt.

Auch in Zukunft stehen Mitarbeiter vor Ort den besorgten Bürgern weiterhin Rede und Antwort.

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