Bernhard Graf

„Die Biathleten haben sich zu echten Sympathieträgern entwickelt.“

Interview mit Bernhard Graf, Marketingkommunikationsleiter bei E.ON Ruhrgas.

Herr Graf, welche Vorteile hat E.ON Ruhrgas durch das Sportsponsoring?

Sportmarketing ist ein wichtiger Bestandteil im Marketing Mix von E.ON Ruhrgas. Es eröffnet uns viele Möglichkeiten und Kommunikationswege, um an unsere Zielgruppen heranzutreten. Wir steigern durch unsere Engagements im Sport die Bekanntheit unseres Unternehmens.

Warum engagiert sich E.ON Ruhrgas im Wintersport?

Wir sind ein Energieversorger, zu uns passen deshalb Wintersportarten sehr gut. Der Zusammenhang zwischen wohliger Wärme in der kalten Winterzeit und unserem Produkt erdgas liegt natürlich auf der Hand. Zudem finden wir, dass die Attribute Leistungswille und Dynamik, welche für die Sportarten Biathlon und Skispringen stehen, auch für unser Unternehmen Gültigkeit haben.

Mittlerweile ist Biathlon die führende Wintersportart und hat nach Fußball die zweithöchste Medienpräsenz. Woran liegt das?

Die Sportart und die daran beteiligten Athleten haben sich zu echten Sympathieträgern entwickelt. Als wir vor gut 15 Jahren mit dem Engagement im Biathlon begannen, sprachen viele von einer Randsportart. Im Laufe der Jahre wurden die Wettkämpfe immer fernsehtauglicher inszeniert und die Spannung ist auch am Bildschirm gut spürbar. Die Regeln sind transparenter als früher, die Rennen können heute auch von Nicht-Experten gut verfolgt werden. Aber vor allem haben die guten Leistungen unserer deutschen Athleten einen wesentlichen Anteil an der gestiegenen Popularität des Biathlons. Es ist schon sensationell, welche Erfolge die deutsche Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren feiern konnte. Denken Sie nur an die letzten Olympischen Spiele.

Die deutsche Biathlon-Nationalmannschaft ist also ein optimaler Partner für E.ON Ruhrgas?

Ja, in jedem Fall. Das gesamte Team von den Athleten bis zu den Trainern und Betreuern passt sehr gut zu uns. Es sind Persönlichkeiten mit einem starken Willen zum Erfolg, die mit Ausdauer und Präzision außerordentliche Leistungen erbringen.

Engagiert sich E.ON Ruhrgas neben Biathlon noch in anderen Sportarten?

Unser Schwerpunkt liegt sicherlich beim Biathlon. Aber wir engagieren uns u.a. auch im Skilanglauf und beim Skispringen. So sind wir Sponsor des  FIS Skisprung Weltcups und präsentieren den Ski-Langlauf-Weltcup in Düsseldorf.

Haben die Sportler einen Bezug zum Unternehmen oder wird hier einfach der wirtschaftliche Nutzen für beide Seiten gesehen?

Uns ist der unmittelbare Kontakt zu den einzelnen Sportlern und Trainern sehr wichtig. Der Athlet soll sich mit dem Unternehmen identifizieren und nicht nur der Träger unseres Firmenlogos sein. Deshalb pflegen wir die Kontakte mit den Athleten und Betreuen sehr und stehen während gesamten Saison im ständigen Dialog. Es ist ein Geben und Nehmen, auf beiden Seiten.

Inwieweit spielt das Thema gesellschaftliche Verantwortung im Sportsponsoring eine Rolle?

Als innovatives Unternehmen übernehmen wir in vielen Bereichen gesellschaftliche Verantwortung. Im Sportsponsoring haben wir das Ziel, besonders den Nachwuchs zu unterstützen. Es geht uns nicht allein um unsere Präsenz in den Medien, sondern wir fühlen uns der Förderung junger Sportler verpflichtet.

Welchen Stellenwert hat Sportsponsoring bei den Verbrauchern?

Die Akzeptanz ist sehr hoch. Nicht nur im Umfeld der Fußball-WM oder bei den Olympischen Spielen zeigt sich, dass ein Unternehmen als Förderer des Sports Sympathien sammeln kann. So ist - wie in anderen Unternehmen auch - der Sport bei E.ON Ruhrgas zu einem festen Bestandteil der Kommunikation geworden.

Welche Erwartungen haben Sie mit Blick auf die neue Saison?

Ich wünsche natürlich unseren Athleten einen guten Start und viele Erfolge. Ich persönlich bin aber auch sehr gespannt darauf, wie unser neues Logo bei den Wettkämpfen in Erscheinung treten wird. Der Wintersport wird sicherlich auf eine gewisse Weise eine neue Optik bekommen.

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