Das Bernsteinzimmer gilt als einzigartiges Symbol für das wechselvolle deutsch-russische Verhältnis. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. hatte es im Jahr 1716 dem russischen Zaren Peter dem Großen aus Anlass eines Freundschaftsbündnisses zwischen beiden Staaten geschenkt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kunstwerk im Zarenpalast von der deutschen Wehrmacht demontiert und nach Westen gebracht. Seit dem Ende des Krieges gilt es als verschollen; über seinen Verbleib existieren mehrere hundert - teils abenteuerliche - Theorien.
Entscheidung des Ministerrats der RSFSR über die vollständige Wiederherstellung des Bernsteinzimmers
Fertigstellung der architektonischen Elemente im Bernsteinzimmer: Bemalung des oberen Frieses, vergoldete Schnitzereien, Deckenmalerei, und einzelne Malereien an Wandpartien, Intarsienparkett
Abschluss der wissenschaftlichen und methodischen Untersuchungen zur Wiederherstellung des Bernsteindekors
Vollendung des erstes Florentiner Mosaiks „Sehen“
Anbringung der 56 wieder hergestellten Sockelpaneele aus Bernstein und des Konsoltischchens
Montage des ersten von acht Bernsteinpaneelen an der Nordwand
Fertigstellung des Florentiner Mosaiks „Fühlen und Riechen“
Am 6. September Unterzeichnung des trilateralen Abkommens zwischen dem Russischen Kulturministerium, dem Staatlichen Museum Zarskoje Selo und der Ruhrgas AG (jetzt E.ON Ruhrgas AG): Ruhrgas (jetzt E.ON Ruhrgas AG) engagiert sich als Exklusivsponsor zur Wiederherstellung des Bernsteinzimmers und stellt dafür 3,5 Millionen Dollar zur Verfügung. Im Gegenzug verpflichten sich die russischen Vertragspartner, die Rekonstruktion bis zum 300-jährigen Stadtjubiläum von St. Petersburg im Mai 2003 abzuschließen.
Ausstattung der Werkstatt mit neuer Computertechnologie und Schleifmaschinen
Arbeitsaufnahme des deutsch-russische Beirates, der den Fortgang der Rekonstruktionsarbeiten und die Verwendung der Mittel verfolgt
Anerkennung des Wiederherstellungsprojektes durch die Kommission für internationale humanitäre Hilfe bei der Regierung der Russischen Föderation
Anbringung weiterer Paneele an der Nordwand
Rückführung des in Bremen wieder aufgetauchten Originals des Mosaiks „Fühlen und Riechen“. Der jetzt mögliche Vergleich mit der Nachbildung beweist deren hohe Güte.
Vollendung des Florentiner Mosaiks „Hören“
Im Februar Fertigstellung und Montage des ersten großen Schmuckrahmens für das Mosaik „Sehen“: Damit ist die Nordwand als erste Wand des Bernsteinzimmers wieder komplettiert.
Anbringung des großen Paneels über der Flügeltür an der Ostwand
Fertigstellung des großen Schmuckrahmens für das Florentiner Mosaik „Fühlen und Riechen“ und Montage an der Südwand. Der künstlerische Rat entscheidet, die Nachbildung des Mosaiks im Zimmer anzubringen und das Original als eigenständiges Kunstwerk auszustellen. Im Februar wird das gesamte Bernsteindekor der Südwand abgeschlossen, so dass jetzt auch diese Wand des Zimmers wiederhergestellt ist.
Fertigstellung des Mosaiks „Schmecken“ und zweier weiterer großer Bernsteinschmuckrahmen für die Ostwand, mit denen die Mosaike „Schmecken“ und „Hören“ eingerahmt werden.
Am 13. Mai gibt der deutsch-russische Projektbeirat den Abschluss der Rekonstruktionsarbeiten bekannt.
Am 31. Mai 2003 Wiedereröffnung des neuen Bernsteinzimmers durch Präsident Putin und Bundeskanzler Schröder im Rahmen des 300-jährigen Jubiläums von St. Petersburg