Illustration: Pipelines mit internationalen Fahnen

Geopolitik sollte flankierend wirken

Die langfristigen Vertragsbeziehungen und das eventuelle Engagement von Versorgungsunternehmen beim Ausbau der Gasproduktion in den Exportländern sind nur dann tragfähig, wenn die wirtschaftliche Balance auch bei sich verändernden Rahmenbedingungen gegeben bleibt. Aber auch dies reicht nicht aus. Diese Beziehungen brauchen zunehmend politische Unterstützung.
Die Energieversorgungssicherheit – und hier im besonderen Maße auch die Erdgasversorgungssicherheit – sollte deshalb zu einem integralen Bestandteil der Außen- und Sicherheitspolitik werden.

Beziehungen zu Transitländern intensivieren

Dies gilt nicht nur für die Beziehungen zu den Produzentenländern, sondern auch zu den Transitländern. Letztere sind oft komplizierter, weil diese Länder nicht immer eine Interessensparallelität mit den Produzenten- und Verbraucherländern haben.
Energieversorgungssicherheit ist zwar nicht mehr nur eine nationale Aufgabe. Insofern ist gerade auch hier die EU gefordert. Gleichwohl stehen bei der Anbahnung von Projekten nach wie vor primär bilaterale staatliche Beziehungen im Vordergrund. Das schlägt sich in der Politik der Bundesregierung nieder, die der strategischen Bedeutung der Energiesicherheit Rechnung trägt.

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