Die Gründe liegen auf der Hand: Der Bedarf an Erdgas in Deutschland und der EU steigt nach wie vor, gleichzeitig ist aber die europäische Erdgasförderung rückläufig.
Mögliche LNG-Lieferquellen für Europa sind insbesondere der Nahe Osten sowie West- und Nordafrika. LNG kann zukünftig als günstige Alternative zum Pipeline-Gas per Schiff aus diesen Erzeugerländern zu den Verbrauchern in Europa transportiert werden.
Die Technik zur Verflüssigung in so genannten Verflüssigungsstraßen (LNGTrains) im Erzeugerland und zur Wiederverdampfung am Zielort ist so weit entwickelt, dass inzwischen weltweit fast 180 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr auf diese Weise transportiert werden. Dieses entspricht rund einem Viertel des Welterdgashandels oder sechs Prozent des weltweiten Erdgasverbrauchs. Experten erwarten bis zum Jahr 2010 einen Anstieg auf 310 Milliarden Kubikmeter.