Nach Schätzungen der internationalen Energieagentur müssen in Europa bis zum Jahr 2030 zum einen rund 600.000 Kilometer neue Gasleitungen verlegt werden.
Zum anderen ist der Erneuerungs- und Erweiterungsbedarf in noch stärkerem Maße für die Erdgasspeicher gegeben, weil deren Kapazität dem deutlich steigenden Erdgasverbrauch angepasst werden muss. In Deutschland reichen die aktuellen Speicherkapazitäten einschließlich der von E.ON Ruhrgas aus, um einen etwaigen Lieferausfall von mehr als zwei Monaten überbrücken zu können. Damit erfüllen die deutschen Gasversorger schon jetzt die angekündigten Forderungen des EU-Energiekommissars Andris Piebalgs, der die 25 Mitgliedsstaaten verpflichten will, ständig Gasvorräte für zwei Monate vorzuhalten.
Seit der Liberalisierung der Energiemärkte haben die Speicher und die damit zusammenhängenden Technologien zunehmend an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung gewonnen. Speicherplatz ist besonders wichtig für Handelsgeschäfte und für die Gasbeschaffung.
Zurzeit können sämtliche Speicherbetreiber die freiwilligen Regeln vom April 2005 anwenden, die in den Guidelines for Good Practice for Storage System Operators (GGPSSO) der European Regulatory Group for Electricity and Gas (ERGEG) verabredet und festgelegt wurden. Die E.ON Ruhrgas hat diese Regeln für ihren Speicherbetrieb umgesetzt.