Im Dezember erste Erdgasfunde im Ekofisk-Feld durch die Phillips Norway Gruppe
Im Januar unterzeichnen Ruhrgas und weitere europäische Gasgesellschaften einen Vertrag über den Bezug von Ekofisk-Gas mit der Phillips Norway Gruppe. Deutscher Anteil: rund 5 Milliarden Kubikmeter pro Jahr (Plateau).
Ruhrgas und andere europäische Gasgesellschaften unterzeichnen weitere Verträge über den Bezug von Erdgas aus dem Ekofisk-Gebiet mit der Phillips Norway Gruppe, Shell und der Amoco Gruppe.
Im September strömt das erste norwegische Erdgas über die 440 Kilometer lange Offshore-Leitung „Norpipe“ nach Emden.
Entdeckung des Troll-Feldes durch Shell/Statoil. Mit 1300 Milliarden Kubikmetern sicher gewinnbarer Erdgasreserven ist es der bisher größte Fund in der norwegischen Nordsee.
Ruhrgas und weitere europäische Gasgesellschaften vereinbaren mit der staatlichen norwegischen Öl- und Gasgesellschaft Statoil und anderen Produzenten Erdgaslieferungen aus den in den 70er-Jahren entdeckten Feldern Statfjord, Heimdal und Gullfaks. Menge der deutschen Vertragspartner: 1,5 Milliarden Kubikmeter pro Jahr; Lieferaufnahme 1985.
Zur Lieferung des Gases wird die rund 880 Kilometer lange Offshore-Pipeline „Statpipe“ gebaut und mit der Norpipe von Ekofisk nach Emden verbunden.
Im Frühjahr beginnen Ruhrgas und weitere europäische Gasgesellschaften Verhandlungen über den Bezug von Erdgas aus dem Troll-Feld.
Mitte Oktober werden die Erdgaslieferungen aus dem Statfjord-Feld aufgenommen.
Im April Aufnahme der Lieferungen aus dem Heimdal-Feld
Ende Mai erfolgreicher Abschluss der Troll-Verhandlungen. Statoil und die anderen Lizenzinhaber des Troll-Feldes vereinbaren Lieferungen von rund 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr (Plateau) an europäische Gasgesellschaften; der deutsche Anteil liegt bei jährlich 8 Milliarden Kubikmetern. Lieferbeginn: 1993. Es handelt sich um den größten Handelsvertrag der norwegischen Geschichte. Die vereinbarte Laufzeit über das Jahr 2020 hinaus stellt einen neuen Rekord auf.
Norwegen plant den Ausbau des Leitungssystems nach Kontinentaleuropa durch die 1100 Kilometer lange Offshore-Pipeline „Zeepipe“ zur belgischen Küste in Zeebrugge.
Im Juli Aufnahme der Erdgaslieferungen aus dem Gullfaks-Feld
Aufstockung der Troll-Mengen für Deutschland um etwa 5 Milliarden Kubikmeter jährlich
Ruhrgas und andere Käufergesellschaften verlängern die Laufzeit ihrer Lieferverträge mit der Phillips Norway Gruppe bis zum Jahr 2011.
Aufstockung der Troll-Mengen für Deutschland um weitere 1,3 Milliarden Kubikmeter pro Jahr
Im Oktober beginnen die Gaslieferungen unter den Troll-Verträgen nach Kontinentaleuropa. Ruhrgas übt eine Option zur Erhöhung der Liefermenge um jährlich 1,5 Milliarden Kubikmeter aus und vereinbart zusätzliche Mengen von 2 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr ab 1996.
Im Dezember schließt die ostdeutsche Verbundnetz Gas AG (VNG) ihren ersten Liefervertrag über norwegisches Erdgas. Liefermenge: 4 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.
Im Oktober vereinbaren Ruhrgas und BEB mit den norwegischen Öl- und Gasproduzenten Statoil und Norsk Hydro den Bau und Betrieb einer neuen Erdgasleitung von Etzel/Oldenburg bis Salzwedel an der Grenze von Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. Die NETRA (Norddeutsche Erdgas-Transversale) öffnet den Weg für norwegische Gaslieferungen nach Ostdeutschland sowie nach Zentral- und Osteuropa.
Inbetriebnahme der NETRA
Im Mai wird die neue Offshore-Pipeline Europipe I in Betrieb genommen, die in Dornum bei Emden anlandet.
Im Juli vereinbart Ruhrgas mit den norwegischen Gesellschaften Statoil, Norsk Hydro und Saga einen langfristigen Bezugsvertrag bis zum Jahr 2029 über ein Volumen von insgesamt 60 Milliarden Kubikmeter Erdgas.
Im Oktober wird die rund 660 Kilometer lange Offshore-Pipeline „Europipe II“ von Karstø an der norwegischen Westküste nach Dornum an der deutschen Nordseeküste in Betrieb genommen. Ruhrgas bezieht nun den größten Teil ihrer norwegischen Erdgasmengen über die Europipe II. Für die Anbindung an den Übergabepunkt Dornum wurde das Pipelinenetz der NETRA um 49 Kilometer von Etzel nach Dornum verlängert.
Im Oktober werden Gaslieferungen aus dem Åsgard-Feld zum europäischen Kontinent aufgenommen. Das Feld liegt mehr als 700 Kilometer weiter nördlich als Ekofisk in der Norwegischen See und umfasst die Anfang der 80-Jahre entdeckten Funde Midgard, Smørbukk und Smørbukk Süd. Die Lieferungen aus dem Åsgard-Feld strömen über die Europipe II nach Kontinentaleuropa. Åsgard eröffnet eine neue Förderregion für den norwegischen Gasexport nach Europa.
Im Juni beginnt eine umfassende Neustrukturierung der norwegischen Gasindustrie:
Der Erdgasverhandlungsausschuss (GFU) wird für den EWR-Raum zunächst ausgesetzt und ab 1.10.2002 ganz abgeschafft.
Die staatliche Öl- und Gasgesellschaft Statoil wird am 18. Juni teilprivatisiert. Über die Börse werden zunächst 18,2 Prozent der Aktien emittiert. Im Vorfeld überträgt der Staat 15 Prozent der direkt gehaltenen Anteile an den Öl- und Gasfeldern (SDFI) an Statoil und beschließt, 6,5 Prozent der Anteile an Norsk Hydro und andere Gesellschaften zu verkaufen. Die restlichen SDFI bringt der Staat in die neu gegründete staatliche Gesellschaft „Petoro“ ein.
Das Eigentum am norwegischen Offshore-Leitungssystem wird in die Gesellschaft „Gasled II“ übertragen, an der die norwegischen Produzenten entsprechende Anteile halten. Den Betrieb des Leitungssystems übernimmt die unabhängige Gesellschaft „GassCo“.
Im Juni erwirbt Ruhrgas von Norsk Hydro Anteile an zwei kleineren Gasversorgungsgesellschaften, die an der norwegischen Westküste aktiv sind (15 Prozent der Aktien von Gasnor ASA and 14 Prozent der Aktien von Naturgass Vest AS). Mit ihrem umfassenden Marketing-Know-how will Ruhrgas dazu beitragen, den norwegischen Endverbrauchermarkt für Erdgas weiterzuentwickeln.
Im September bezieht Deutschland seit 25 Jahren Erdgas aus Norwegen und deckt damit inzwischen gut ein Fünftel seines Gasaufkommens (20 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr 2001). Größter Kunde der norwegischen Produzenten ist die Ruhrgas AG mit einem Bezug von 13 Milliarden Kubikmeter Erdgas (2001). Am 13. September feiert Ruhrgas mit den norwegischen Produzenten das 25-jährige Lieferjubiläum im Rathaus von Oslo.
Die Ruhrgas übernimmt im Juni eine 15-prozentige Beteiligung am norwegischen Öl- und Gasfeld „Njord“ von der ConocoPhillips Norge mit Wirkung vom 01. Januar 2003. Mit einem Vorkommen von gut 10 Milliarden Kubikmetern Erdgas und 51 Millionen Barrel Öl stellt das Feld neben den bestehenden Produktionsbeteiligungen in der britischen Nordsee die Plattform für das zukünftige Engagement des Unternehmens dar (die Förderung soll in zwei bis drei Jahren beginnen).
In diesem Jahr wurde die Upstream Niederlassung in Stavanger eröffnet.
E.ON Ruhrgas erwirbt drei Explorationslizenzen in einer Lizenzvergaberunde und baut ihr Portfolio in Norwegen damit weiter aus. Die Anstrengungen für den Ausbau des Upstream-Engagements werden verstärkt vorangetrieben.
Im Juni feiert das deutsch-norwegische Stipendienprogramm von E.ON Ruhrgas sein 20-jähriges Bestehen.
Norsk Hydro beginnt mit der Verlegung der Langeled-Leitung, die aus zwei Teilen besteht: Der nördliche Teil verläuft vom Feld „Ormen Lange“ zum Onshore-Terminal in Nyhamna und bis zum Sleipner-Feld. Der südliche Teil von Sleipner bis nach Easington an der britischen Küste. Insgesamt hat die Leitung eine Länge von 1.200 Kilometern und ist damit eine der längsten Offshore-Leitungen weltweit.
Im Juni stockt E.ON Ruhrgas Norge den Anteil am norwegischen Njord-Feld um 15 auf 30 Prozent auf. Ab Ende 2007 soll so ein Anteil von rund 600 Millionen Kubikmetern
Erdgas jährlich gefördert werden. Diese Aufstockung entspricht der E.ON-Strategie, schrittweise eine Gasposition aus eigener Förderung aufzubauen.
In einer Lizenzvergaberunde wird eine weitere Explorationslizenz erworben.
Im Januar teilt das norwegische Energieministerium der E.ON Ruhrgas Norge bei einer Lizenzrunde drei Lizenzen in der Norwegischen See und der nördlichen norwegischen Nordsee zu. Die Anteile an den jeweiligen Lizenzen liegen zwischen 30 und 50 Prozent. Darüber hinaus erhält E.ON Ruhrgas Norge eine Lizenz als Operator. Im August erwirbt E.ON 28 Prozent an den bedeutenden norwegischen Erdgasfeldern Skarv und Idun. Die Aufnahme der Produktion ist für 2011 geplant. E.ON Ruhrgas wird aus diesen Feldern über mindestens zehn Jahre jährlich im Schnitt rund 1,4 Milliarden Kubikmeter Erdgas beziehen.
Ab Dezember Förderung aus dem Njord-Feld innerhalb der Haltenbankregion – bis zu 6 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Tag.