Die Zukunft der Leitungsüberprüfung ist bei der E.ON Ruhrgas AG bereits angebrochen. Als Initiator des Projektes im Bereich Forschung und Entwicklung hat E.ON Ruhrgas ein Verfahren entwickelt, welches dank innovativer Technologie das Aufspüren von Erdgas vom Helikopter aus ermöglicht. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Laserfirma Adlares GmbH sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) realisiert.
CHARM®, ein in einen Hubschrauber integriertes System auf Infrarot-Laser-Basis, kann Erdgasleitungen während des Überflugs auf Dichtheit überprüfen. Seit mehreren Jahren befliegt und inspiziert E.ON Ruhrgas das eigene Leistungsnetz mit dieser unkonventionellen und effizienten Methode.
Nachdem CHARM® seine Zuverlässigkeit in zahlreichen anspruchsvollen Tests unter Beweis gestellt hat, wurde es im Jahr 2008 als anerkanntes Verfahren der Gasferndetektion in das technische Regelwerk der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfachs e. V. (DVGW) aufgenommen.
Dr.-Ing. Axel Scherello
Erdgasfernleitungen transportieren große Energiemengen sicher, schnell und wirtschaftlich. Hohe Sicherheitsanforderungen an den Betrieb und an das eingesetzte Material sowie regelmäßige intensive Kontrollen mit modernster Technik während des Betriebs sorgen für den hohen Sicherheitsstandard dieser Transportsysteme. CHARM® ist ein gutes Beispiel dafür. Der Zweck von Gasdetektion ist es, auftretende Leckagen am Pipelinenetz frühzeitig festzustellen, um ggf. geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können und somit die Sicherheit des Leitungsnetzes zu gewährleisten. Bisher wurde die Überprüfung der Leitungen überwiegend durch Leitungsbegehungen mit der Teppich- und/oder Glockensonde sichergestellt.