Bohrplattform vor der Küste

Bohrplattform vor der Küste

Beitrag des Erdgases zur Energieversorgung

Rund zwei Drittel des gesamten deutschen Primärenergiebedarfs werden derzeit durch Importe gedeckt. Öl stammt zu 98 Prozent und Erdgas zu rund 85 Prozent aus ausländischen Vorkommen. Auch in Zukunft kann Deutschland als relativ rohstoffarmes Land auf Energieimporte nicht verzichten. Deshalb sollte sich die Energieversorgung auf möglichst viele zuverlässige und geografisch gestreute Bezugsquellen sowie verlässliche Transportwege stützen.

Zuverlässige Bezugsquellen

Erdgas erfüllt diesen Anspruch. Bestimmend für seinen Beitrag zur deutschen Energieversorgung sind:

  • eine ausgewogene Bezugsstruktur auf Basis überwiegend westeuropäischer Quellen,
  • langfristige Bezugsverträge zwischen den wenigen großen ausländischen Erdgasproduzenten und den importierenden Ferngasgesellschaften in Deutschland,
  • die Einbindung in den europäischen Erdgasverbund, ein Transportsystem, das ganz Europa umspannt.

Das Erdgasaufkommen in Deutschland stammte 2009:

  • zu 13 Prozent aus deutscher Produktion,
  • zu 55 Prozent aus westeuropäischen Quellen (Norwegen, Niederlande, Dänemark, Großbritannien; ohne deutsche Produktion),
  • zu 32 Prozent aus Russland.

Das gesamte Aufkommen von rund 92 Mrd m³ Erdgas diente zur Deckung des Inlandsverbrauchs sowie zur Speicherung und zur Belieferung von Kunden im Ausland.

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