Mann und Frau laufen Hand in Hand durch eine Ausstellung

Ausstellung zeigt Einfluss Paul Cézannes auf die Weltkunst

Essen, 16. September 2004

Mit der Eröffnung der Ausstellung „Cézanne – Aufbruch in die Moderne“ am Samstag, 18. September, hat das Ruhrgebiet ein neues kulturelles Highlight. Bis zum 16. Januar 2005 präsentiert das Museum Folkwang mehr als 40 Gemälde von Paul Cézanne im Kontext mit ebenso bedeutenden Arbeiten von Picasso, Braque, Derain, Matisse und Léger. Das ambitionierte Projekt, das rund 100 Werke aus russischen, amerikanischen und europäischen Museen zusammenführt, wurde in bewährter Partnerschaft mit dem Sponsor E.ON Ruhrgas realisiert. Es ist vorgesehen, die Ausstellung im Anschluss an das Museum Folkwang im Solomon R. Guggenheim Museum in New York zu zeigen.

„Erstmals wird in reicher Fülle und auf höchstem künstlerischem Niveau die grundlegende Bedeutung Cézannes für die Malerei und gesamte bildende Kunst des 20. Jahrhunderts anschaulich“, sagt Dr. Hubertus Gaßner, Direktor des Museums Folkwang. „Die Ausstellung vereint Popularität und Qualität, deshalb sind wir zuversichtlich, dass sie ein Erfolg wird.“ Für Dr. e. h. Achim Middelschulte, Mitglied des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG, geht es auch um den Ruf des Ruhrgebiets als lebendige Kulturlandschaft: „Erst Essen, dann New York – das dürfte ein Novum in der Kunstszene sein und zeigt, in welcher Liga das Museum Folkwang mittlerweile spielt.“

Die Kuratoren Dr. Felix A. Baumann, langjähriger Direktor des Zürcher Kunsthauses, und Walter Feilchenfeldt, Autor des Werkverzeichnisses von Cézanne, haben 20 Motivgruppen zusammengestellt, die immer mit einem oder mehreren Hauptwerken von Cézanne beginnen – darunter Selbstbildnisse, Frauenporträts, Badende, Stilleben und Landschaften. Dabei werden gleich mehrere selten oder nie in Europa gezeigte Meisterwerke präsentiert.

Allein die Eremitage in St. Petersburg schickt elf Leihgaben, darunter Picassos berühmte Komposition „Trois femmes“ sowie Cézannes „Le paysage bleu“. Aus dem Moskauer Puschkin-Museum kommen fünf Bilder, darunter Cézannes „Mardi Gras“, das jetzt erstmals seit dem Jahr 1900 wieder in Deutschland zu sehen ist. Aus der National Gallery in Washington kommt das Gemälde „Der Knabe mit der roten Weste“ (Cézanne). Sogar David Rockefeller hat sich bereit erklärt, erstmals ein Gemälde an ein deutsches Museum auszuleihen: Cézannes „Stilleben mit Obstschale“, das normalerweise dauerhaft im Museum of Modern Art (MoMA) in New York gezeigt wird, ist jetzt in Essen zu bewundern.

Baumann: „Diese Ausstellung bildet einen außergewöhnlichen Auftakt für die umfassenden Retrospektiven, die zum 100. Todestag Cézannes im Jahr 2006 geplant sind, und hebt sich doch gleichzeitig konzeptionell davon ab.“

Cézanne- Aufbruch in die Moderne
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