Der Weltenergieverbrauch wird nach den jüngsten Schätzungen bis 2030 um 50 Prozent wachsen. Auch der Bedarf an Erdgas, einem Energieträger, der eine wichtige Rolle in einer nachhaltigen Energieversorgung spielen wird, nimmt zu: Nach dem neuesten World Energy Outlook (2009) könnte der Anstieg der globalen Gasnachfrage - je nach Szenario - bis 2030 zwischen 17 und 41 Prozent liegen.
In Europa (EU 27 plus Norwegen, Kroatien, Türkei) könnte der Gasbedarf bis 2030 nach unseren eigenen Prognosen um etwa 12 bis 53 Prozent gegenüber 2008 steigen. Gleichzeitig ist von sinkenden Produktionskapazitäten in der EU auszugehen. Das heißt: Die Staaten der Europäischen Union müssen von Jahr zu Jahr mehr Erdgas aus anderen Quellen importieren, um ihren Bedarf zu decken. Beim Zugang zu diesen Quellen konkurrieren sie zudem mit sich schnell entwickelnden Schwellenländern wie beispielsweise China und Indien. Mit anderen Worten: Die eigenen Ressourcen nehmen ab, die Importabhängigkeit steigt, der globale Nachfragewettbewerb um Erdgas wächst.
Die Gaswirtschaft befindet sich in einer Phase des tief greifenden Wandels und bedeutender neuer Weichenstellungen. Als eines der größten privaten Strom- und Gasunternehmen weltweit stellt sich E.ON dieser Herausforderung. Der Konzern übernimmt Verantwortung für eine langfristige und sichere Versorgung mit Erdgas in Europa. Im Mittelpunkt unseres Handelns steht dabei ein mehrdimensionales Versorgungskonzept. Dieses besteht aus drei Kernelementen: